Was ist eigentlich Tierphysiotherapie?


Physiotherapeutische Behandlungsmethoden für Tiere gewinnen immer mehr an Bedeutung. Entwickelt aus den klassischen Ansätzen der Humanphysiotherapie unter Berücksichtigung der anatomischen Besonderheiten ist die Tierphysiotherapie heute ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden Gesundheit von Tieren in allen Lebensphasen.
Im Aufwand und Anspruch ist die Tierphysiotherapie der Humanphysiotherapie nahezu gleichgestellt. Es wird unter anderem mit ausgewählten Geräten und Methoden aus der Humanphysiotherapie wie therapeutischer Laser und Ultraschall gearbeitet, die auch in der Tierphysiotherapie zum Einsatz kommen.


Die Basis einer fundierten tierphysiotherapeutischen Behandlung bilden Massagen und diverse manuelle Therapien, z.B. Passives Bewegen. Für den Verlauf einer erfolgreichen Therapie können Unterwasserlaufband, Magnetfeld, therapeutischer Laser und Ultraschall unterstützend eingesetzt werden.
Tierphysiotherapie findet in enger Zusammenarbeit mit dem jeweils behandelnden Tierarzt oder der Tierklinik statt und ersetzt nicht eine tierärztliche Behandlung oder Diagnose. Sie ist jedoch nachweislich eine erfolgreiche Behandlungsmethode, die den Genesungsverlauf positiv unterstützen kann. In den Bereichen Prävention, Rehabilitation, Geriatrie und vielem mehr ist eine professionelle Tierphysiotherapie sogar unumgänglich.


Wobei kann Tierphysiotherapie helfen?


Erkrankungen im Bereich der Knochen und Gelenke:

Arthrosen (degenerative Verschleißerscheinungen)
Arthritis
Dysplasien (Fehlbildungen)
         Hüftgelenkdysplasie (HD)
         Ellenbogendysplasie (ED)
Spondylosen (degenerative Skeletterkrankungen)
Wirbelsäulenerkrankungen
Frakturen
Luxationen
Wachstumsstörungen


Erkrankungen im Bereich der Muskeln, Sehnen und Bänder:

Verspannungen
Muskelkontrakturen (Muskelverkürzungen)
Muskelatrophien (Muskelrückbildungen)
Myasthenia Gravis (Autoimmunerkrankung
Bänderrisse
Sehnenverletzungen
Tendinitis / Tendovaginitis
     (Sehnenentzündung / Sehnenscheidenentzündung)


Neurologische Erkrankungen:

Bandscheibenvorfälle (Prolaps)
Bandscheibenvorwölbungen (Protrusion)
Cauda Equina Kompressionssyndrom
Canine Wobbler Syndrom
Spondylosen
Lähmungen
Nervenerkrankungen
Koordinations- und Sensibilitätsstörungen
Ataxien

Vor und nach Operationen:

Knochenbrüche
Patellaluxation
Kreuzbandriss
Hüftprothese
Femurkopfresektion
Isolierter Processus Anconeus (IPA)
Fragmentierter Processus Coronoideus (FPC)
Narben

Weitere Anwendungsgebiete:

Geriatrie
Wundheilungsstörungen
Atemwegserkrankungen / Atemfehlfunktionen
Prävention
Wellness